Themen

Grundsteuerreform: Aktueller Sachstand inklusive Umsetzungsstand in den Ländern

04

Am 18. Oktober 2019 hat der Deutsche Bundestag das Gesetzespaket zur Grundsteuerreform in zweiter und dritter Lesung verabschiedet; die Zustimmung des Bundesrates erfolgte am 8. November 2019. Mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt noch im Jahr 2019 konnte die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist zur Neuregelung der Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer gewahrt werden. Nun gilt es, die Grundsteuerreform bis zum 1. Januar 2025 in die Praxis umzusetzen. Bis dahin bleiben die bisherigen Einheitswerte maßgebend.

Das Gesetzespaket 2019 zur Grundsteuerreform umfasst

Die Änderung des Grundgesetzes diente zunächst dazu, die Gesetzgebungskompetenz des Bundes für die Grundsteuer sicherzustellen. Um den Bundesländern die Möglichkeit für vom Bundesmodell abweichende Bemessungsgrundlagen für die Grundsteuer auf Länderebene zu eröffnen, wurde die Grundsteuer außerdem in den Katalog des Art. 72 Abs. 3 Satz 1 GG aufgenommen (sog. Länderöffnungsklausel mit Anwendung frühestens ab dem Jahr 2025).

Mit dem Grundsteuer-Reformgesetz wurden die neuen Bewertungsgrundlagen für die Zwecke der Grundsteuer im Bewertungsgesetz, das sogenannte Bundesmodell, und flankierende Änderungen im Grundsteuer- und weiteren Gesetzen geregelt. Die neuen Grundsteuerwerte werden auf den 1. Januar 2022 erstmals festgestellt (Hauptfeststellungszeitpunkt) und der Grundsteuer ab dem 1. Januar 2025 zugrunde gelegt. Der Hauptfeststellungszeitraum beträgt künftig sieben Jahre, so dass die nächste Hauptfeststellung auf den 1. Januar 2029 erfolgt.

Das dreistufige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer – Ermittlung des Grundsteuerwerts des Grundstücks – Anwendung der Steuermesszahl – Hebesatz der Gemeinde – bleibt erhalten.

Der Grundsteuerwert unbebauter Grundstücke ermittelt sich aus der Grundstücksfläche und dem Bodenrichtwert. Der Grundsteuerwert für bebaute Mietwohngrundstücke ermittelt sich im Wege eines Ertragswertverfahrens auf der Basis durchschnittlicher Nettokaltmieten und unter Berücksichtigung von Bodenrichtwerten bzw. Bodenrichtwertzonen. Für gemischt-genutzte Grundstücke und Geschäftsgrundstücke kommt ein Sachwertverfahren zur Anwendung. Der für das bebaute Grundstück ermittelte Grundsteuerwert darf nicht geringer sein als 75 Prozent des Grundsteuerwerts, der sich für das unbebaute Grundstück ergeben würde (sogenannter Mindestwert-Ansatz).

Ab 2025 beträgt die Grundsteuermesszahl für unbebaute Grundstücke voraussichtlich 0,34 Promille und für bebaute Grundstücke voraussichtlich 0,31 Promille (geändert durch GrStRefUG – siehe weiter unten). Für den Bereich des sozialen Wohnungsbaus erfolgt eine Reduzierung dieser Steuermesszahl um 25 Prozent. Eine Reduzierung um ebenfalls 25 Prozent erfolgt – auf Antrag – für Mietwohngrundstücke einer ausgewählten Gruppe von Wohnungsunternehmen in Abhängigkeit vom jeweiligen Anteilseigner oder dem steuerlichen Status (§ 15 Abs. 4 GrStG – zur Kritik siehe weiter unten). Eine weitere Ermäßigung der Grundsteuermesszahl – um 10 Prozent – erfolgt bei Grundstücken mit Baudenkmälern i.  S.  d. jeweiligen Landesdenkmalschutzgesetzes.

Mit dem Ziel der Mobilisierung von baureifen Grundstücken für die Bebauung wird den Gemeinden ab dem Jahr 2025 die Möglichkeit eröffnet, aus städtebaulichen Gründen für baureife Grundstücke einen einheitlichen und gegenüber dem Hebesatz für die übrigen Grundstücke höheren Hebesatz festlegen zu können. Als städtebauliche Gründe kommen zum Beispiel die Deckung eines erhöhten Bedarfs an Wohn- und Arbeitsstätten sowie Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen, die Nachverdichtung bestehender Siedlungsstrukturen oder die Stärkung der Innenentwicklung in Betracht.

  •  Grundsteuerreform-Umsetzungsgesetz (2021) BGBl. I vom 22.07.2021, S. 2931 

    • Die durchschnittlichen Nettokaltmieten (Bundesmodell – Ertragswertverfahren) werden aufgrund der zwischenzeitlich vorliegenden Mikrozensus-Daten 2018 fortgeschrieben. Eine neue Mietniveaustufe 7 wird eingeführt; die Zu- und Abschläge zur Berücksichtigung von Mietniveauunterschieden zwischen den Gemeinden eines Landes werden angepasst. Die gemeindebezogene Einordnung in die Mietniveaustufen ergibt sich aus der sog. Mietniveau-Einstufungsverordnung.

    • Die Steuermesszahl für bebaute Grundstücke i.  S.  d. § 249 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 BewG (Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke, Wohnungseigentum) wird von 0,34 Promille auf 0,31 Promille abgesenkt (§ 15 Abs. 1 Nr. 2a GrStG).
    • In Bezug auf die Änderungen zur Anwendung ermäßigter Grundsteuermesszahlen in den Fällen der sozialen Wohnraumförderung (§ 15 Abs. 2 – Bund – und Abs. 3 – Länder – GrStG) wird auf den Abdruck des GrStRefUG im BGBl. verwiesen; zur Kritik an der Ausgestaltung des § 15 Abs. 4 GrStG siehe GdW-Stellungnahme vom 22.04.2021 .
  • Folgende Bundesländer werden das Bundesmodell anwenden (Stand: November 2021):

Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen; Saarland und Sachsen (unter Anwendung abweichender Steuermesszahlen)

  • Folgende Bundesländer wenden das Bundesmodell nicht an:

Reines Flächenmodell

  • Bayern

Flächen-Lage-Modelle

  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Hamburg

Bodenwertmodell

  • Baden-Württemberg

Die Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte auf den 01.01.2022 ist in elektronischer Form über die Online-Plattform ELSTER abzugeben. Die Abgabefrist beginnt nach aktuellem Kenntnisstand am 01.07.2022 und läuft voraussichtlich bis zum 31.10.2022 (siehe BMF – 20.12.2021 –https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Grundsteuer-und-Grunderwerbsteuer/reform-der-grundsteuer.html). Die Aufforderung zur Abgabe der Feststellungserklärungen wird voraussichtlich Ende März 2022 durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen.

Was die zu erklärenden Daten und weitere Informationen diesbezüglich anbelangt (Bundesmodell), wird auf die Dokumente verwiesen, die Ende Dezember 2021 im Bundessteuerblatt veröffentlicht wurden (Bewertungserlass Grundvermögen, Vordrucke, Ausfüllanleitungen):

  • Koordinierte Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 09.11.2021 – Anwendung des Siebenten Abschnitts des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes zur Bewertung des Grundbesitzes (allgemeiner Teil und Grundvermögen) für die Grundsteuer ab 01.01.2022 – AEBewGrSt
  • Grundsteuer: Vordrucke und Ausfüllanleitungen für die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts auf den 01.01.2022 – Allgemeine Hinweise – Vordrucke und Ausfüllanleitungen
  • Grundsteuer: Vordrucke und Ausfüllanleitungen für die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts auf den 01.01.2022 – Vordrucke und Ausfüllanleitungen – Komplett

 

24.12.21_Bundessteuerblatt_091121_Bewertungserlass_Grundvermögen

24.12.21_Bundessteuerblatt_011221_Anlagen_Vordrucke_Ausfüllanleitungen_komplett

24.12.21_Bundessteuerblatt_011221_Anlagen_Hinweise

 

 

Print Friendly, PDF & Email

Lobbyregister – Fragestellungen im Rahmen einer Handlungsanleitung

Am 1. Januar 2022 tritt das Gesetz zur Einführung eines Lobbyregisters für die Interessenvertretung gegenüber dem Deutschen Bundestag und gegenüber der Bundesregierung (Lobbyregistergesetz – LobbyRG) in Kraft.

Anlass des Gesetzes waren wenige – aber eben öffentlichkeitswirksame – Ereignisse unlauterer Interessenvertretung, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Politik und die Legitimität von Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen von Parlament und Regierung beschädigt haben.

Der GdW hat im Rahmen der Beratungen zum Gesetzentwurf verdeutlicht, dass wir die übergeordnete gesetzgeberische Intention des Gesetzes, die Arbeit von Interessenvertretern gegenüber Politik und Öffentlichkeit transparenter zu gestalten, vollumfänglich unterstützen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Organisationen, die intransparent und mit unlauteren Mitteln arbeiten und so die auch vom Gesetzgeber anerkannte wichtige Arbeit politischer Interessenvertretung untergraben.

Insofern haben wir im Rahmen der Beratungen sogar noch strengere Vorschriften angeregt, etwa bei der Offenlegung von Spenden ab dem ersten Euro.

GdW Information 162 – Kurzfassung (Vorwort & Inhalt)

Die GdW Information 162 steht ab sofort im GdW-Mitgliederbereich unter „Extranet -> Publikationen“ zum Download zur Verfügung.

Print Friendly, PDF & Email

Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2021/2022

Wohnen war eines der großen Themen im zurückliegenden Wahlkampf. Dabei gingen die Meinungen weit auseinander, wie auch das Ergebnis des Volkentscheids in Berlin zeigt. Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt brauchen wir gemeinsam mit den künftigen Regierungsparteien eine sachliche Diskussion über die echten Lösungen für mehr bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum in Deutschland. Fundierte Daten und Fakten sind eine gute Grundlage für eine Neujustierung der wohnungswirtschaftlichen Diskussion: Mit den „Wohnungswirtschaftlichen Daten und Trends“, legt der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen erneut einen detaillierten Überblick zum Stand der Entwicklungen in der Branche vor. Fundament der Berichterstattung sind eigene umfassende Basisdaten aus der vom GdW bundesweit vertretenen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie die relevanten Ergebnisse der amtlichen Statistik und weiterer Erhebungen von Branchentrends.

  • Kennziffern, Tabellen und Grafiken zur Entwicklung der Branche und der Wohnungsmärkte sind in den „Daten und Trends“ detailliert dokumentiert. Das mehr als 120 Seiten umfassende Kompendium informiert in diesem Jahr neben der üblichen Berichterstattung zu den Themen Investitionen, Bautätigkeit, Mietenentwicklung außerdem diese Themen:
  • Klimaschutz und Bezahlbarkeit des Wohnens
  • Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als Stabilitätsanker in der Krise
  • Neubauinvestitionen und Wohnungsfertigstellungen bei GdW Unternehmen auf Rekordhoch
  • Umland der Städte profitiert aktuell von einer Zuwanderung aus dem urbanen Raum
  • Wiedervermietungsmieten der GdW-Unternehmen deutlich günstiger als Angebotsmieten von Online-Plattformen
  • Vermögens- und Finanzierungskennzahlen der Unternehmen

Gedruckte Exemplare der kostenpflichtigen Veröffentlichung können zum Preis von 35 EUR je Exemplar ausschließlich über die Haufe-Lexware GmbH & Co. KG bezogen werden:

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Munzinger Straße 9, 79111 Freiburg
Tel.: 0180 5555691, Fax: 0180 5050441,
E-Mail: immobilien@haufe-lexware.com , Internet: https://shop.haufe.de/prod/daten-und-trends

Print Friendly, PDF & Email

Reform von Basel III

International regulatory framework for banks. Basel 3. Banking supervision concept

Die EU-Kommission hat am 27.10.2021 eine überarbeitete Fassung der EU-Bankenvorschriften (Eigenkapitalverordnung und Eigenkapitalrichtlinie) angenommen. Start der nationalen Umsetzung ist 2025. Insgesamt müssen bis 2030 die Kapitalpuffer der Banken um bis zu 8,4 Prozent erhöht werden, um mögliche Risiken besser abzufedern.

Bevor die vorgelegten Vorschläge der EU-Kommission in Kraft treten, müssen allerdings noch das Europaparlament und die EU-Mitgliedstaaten zustimmen.

Print Friendly, PDF & Email

GdW Arbeitshilfe 86 „Grüne Finanzierung – EU-Taxonomie und die Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft“

Die Europäische Kommission schreibt dem Finanzsystem eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung einer nachhaltigeren Wirtschaft zu. Aus diesem Grund wurde der EU-Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen im Jahr 2018 entwickelt, der einen Katalog von verschiedenen Maßnahmen vorsieht, um das Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor zu verankern. Eine Maßnahme davon ist die Etablierung eines Klassifikationssystems (Taxonomie) für grüne Finanzierungen.

Der Fachausschuss Rechnungslegung und Finanzierung des GdW hat seit Anfang 2020 in einem Arbeitskreis die Arbeitshilfe zum Thema „Grüne Finanzierungen“ erarbeitet. Ziel der Arbeitshilfe ist es, die Wohnungsunternehmen auf das Thema Nachhaltigkeit und die damit verbundene klimaorientierte Finanzierung von Unternehmen für die nahe Zukunft vorzubereiten. Grüne Finanzierung umfasst in seiner Definition zunächst Klima- und Umweltziele, die Entwicklung bleibt hier nicht stehen. „Nachhaltige Finanzierung“ wäre der umfassendere Begriff. In den Beiträgen wird auch hier drauf abgestellt.

Die GdW-Mitgliedsunternehmen sind gerade in diesem Bereich mit ihren Themen um soziale Nachhaltigkeit stark und es bieten sich hierzu Chancen. Wir möchten Sie dafür sensibilisieren, dass unternehmensintern die Instrumente geschaffen oder ausgebaut werden und die Berichterstattung nach außen so gestaltet wird, dass eine dauerhafte und zukunftsorientierte Finanzierungspolitik in den Mitgliedsunternehmen implementiert werden kann.

Neugierig geworden? Werfen Sie einen Blick in das Inhaltsverzeichnis!

Die GdW Arbeitshilfe 86 steht ab sofort im GdW-Mitgliederbereich unter „Extranet -> Publikationen“ zum Download zur Verfügung.

Mitgliedsunternehmen des GdW erhalten bei ihrer Bestellung jeweils ein kostenfreies Exemplar.

Alle weiteren Besteller sowie Mehrexemplare für unsere Mitglieder können zu einem Preis von 25 EUR zuzüglich Versandkosten ausschließlich beim GdW bezogen werden:

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Postfach 301573
10749 Berlin

Telefon: +49 (0)30 82403-163
E-Mail: bestellung@gdw.de

Print Friendly, PDF & Email

EU-Taxonomie

Bild © European Investment Bank 2020

Die Europäische Kommission hat am 20. November 2020 eine öffentliche Konsultation im Zusammenhang mit der EU-Taxonomie eingeleitet, um zu bestimmen, welche Aktivitäten im Rahmen der EU-Taxonomie als ökologisch nachhaltig gelten sollen.

Die Kommission definiert im Entwurf zur delegierten Verordnung, dass ein Neubau nur dann einen wesentlicher Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leistet, wenn der Primärenergiebedarf um mindestens 20 % unter dem jeweiligen Niedrigstenergiegebäude, liegt. Die Energieeffizienz muss durch ein „Energy Performance Certificate“ (EPC) zertifiziert sein.

In der Praxis würde dies bedeuten, dass mindestens ein KfW-Effizienzhausstandard 55 erreicht werden müsste, um die Anforderungen zu erfüllen.

GdW Stellungnahme vom September 2021

GdW Stellungnahme vom Dezember 2020

Print Friendly, PDF & Email

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachhaltigkeit

Der GdW hat eine Stellungnahme gegenüber der EU-Kommission zur Weiterentwicklung der CSRD (Nachhaltigkeitsberichterstattung) abgegeben https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12129-Nachhaltigkeitsberichterstattung-von-Unternehmen_de.

Im Rahmen der Stellungnahme sprechen wir uns dafür aus, dass

  • bei der Etablierung eines einheitlichen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigt werden muss, dass eine Ausstrahlungswirkung auf Unternehmen besteht, die nicht direkt von der Berichtspflicht der CSR-Richtlinie erfasst sind.
  • Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen würden durch einen auf kapitalmarktorientierte Unternehmen ausgerichteten Standard völlig überfordert sein, mit dem Ergebnis, dass die Bereitschaft für eine freiwillige Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts sinkt.
  • Ein für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu schaffendes Rahmenwerk muss unbedingt prinzipienorientiert sein und proportional zur Unternehmensgröße ausgestaltet und anwendbar sein.
  • Wir fordern daher, dass es unterhalb der Berichtspflichten für kapitalmarktorientierte Unternehmen (ähnlich wie bei den IFRS- und HGB-Bilanzierungsanforderungen) für große (nicht kapitalmarktorientierte) Unternehmen auch zulässig sein muss, nationale Standards wie den DNK anzuwenden.
Print Friendly, PDF & Email

Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021)

Thorben Wengert, pixelio

Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021) am 25.06.2021 vom Bundesrat beschlossen

Wir informieren Sie, dass die neue ImmoWertV am 25.06.2021 vom Bundesrat beschlossen wurde und am 01.01.2022 in Kraft treten soll. Damit werden die wesentlichen Grundsätze sämtlicher bisheriger Richtlinien in einer vollständig überarbeiteten ImmoWertV 2021 integriert. Für weitergehende Hinweise, die keinen Regelungscharakter haben, aber zum Verständnis beitragen, sollen Muster-Anwendungshinweise zur ImmoWertV in der ImmoWertA beschlossen werden.

In unseren Stellungnahmen zur ImmoWertV hatten wir dafür plädiert, in den Katalog der Grundstücksmerkmale auch die Nutzungsart „Grundstücke mit Sozialbindung“ aufzunehmen, um die Preisbildung von Bodenwerten in sozial gemischten Quartieren zu berücksichtigen. Wir begrüßen daher, dass nun in der ImmoWertA empfohlen wird, dass die Gutachterausschüsse Kaufpreise und sonstige Daten für entsprechende Objekte systematisch erfassen und in der Kaufpreissammlung differenziert kennzeichnen sollen. Auch die Einrichtung einer Projektgruppe unter Beteiligung des BMI um allgemeine Verfahrensweisen zur Berücksichtigung von Sozialbindungen bei der Wertermittlung zu entwickeln, begrüßen wir ausdrücklich.

Weiterhin hatten wir gefordert, dass spekulative Grundstücksgeschäfte bei der Bestimmung von Bodenrichtwerten ab einer Abweichung von 15 % nicht berücksichtigt werden sollten. Wir unterstützen nun den Vorschlag des BMI, durch präzisierende Anwendungshinweise die Handhabung der Vorschrift, dass keine Kaufpreise und sonstige Daten herangezogen werden dürfen, die durch ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse beeinflusst worden sind, zu erleichtern.

Beim Sachwertverfahren hatten wir angeregt, auf die BKI-NHK 2020 zurückzugreifen, da die NHK 2010 völlig veraltet sind. Im Sachwertverfahren sind nun die durchschnittlichen Herstellungskosten an das regionale Baupreisniveau mittels (Baukosten)Regionalfaktor anzupassen. In den Vorentwürfen war dies nur als Ausnahmetatbestand vorgesehen.

In der novellierten ImmoWertV wurde auch klargestellt, dass nicht-normierte Verfahren grundsätzlich zulässig sind. Damit wird die Anwendung des nicht-normierten DCF-Verfahrens erleichtert. Eine Einschränkung der nicht-normierten Verfahren erfolgt lediglich durch die ImmWertA, die aber nur empfehlenden Charakter hat.

Print Friendly, PDF & Email

GdW Arbeitshilfe 85 „CO2-Monitoring“

Wohnungsunternehmen werden immer öfter nach ihrem Beitrag zum Klimaschutz gefragt. Es ist also zunehmend wichtig, die Emissionen der bewirtschafteten Wohnungen zu kennen. Die Kenntnis der Energieverbrauchs- und von CO2- bzw. THG-Emissionsdaten ist eine grundsätzliche Voraussetzung für eine Berichterstattung bzw. ein Monitoring. Mit der GdW-Arbeitshilfe 85 „CO2-Monitoring“ ist eine Empfehlung zur Arbeitserleichterung und Vereinheitlichung des CO2‑Monitorings in der Wohnungswirtschaft entstanden.

Neugierig geworden? Werfen Sie einen Blick in die Kurzfassung!
GdW Arbeitshilfe 85 – CO2-Monitoring – Kurzfassung

Selbstverständlich können Sie auch ein Exemplar der GdW Arbeitshilfe 85 über das Online-Bestellformular auf unserer Homepage oder per E-Mail (bestellung@gdw.de) anfordern.

Print Friendly, PDF & Email

GdW Information 160 „Gebäudeenergiegesetz – GEG“

Am 01.11.2020 tritt  das Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG) in Kraft – nach fast vier Jahren gesellschaftlicher Debatte. Angesichts der hohen Bedeutung einer Umsteuerung in der Klimapolitik ist der GdW sehr froh, dass sich viele von der Wohnungswirtschaft eingebrachten Vorschläge im Gesetz wiederfinden. Das GEG ist zwar kein wirklich vereinfachtes Gesetzeswerk, gibt aber endlich die Möglichkeit, im begrenzten Umfang mit neuen Ansätzen für den Nachweis der Anforderungen zu arbeiten. Es können neue Ansätze für den Nachweis öffentlich-rechtlicher Anforderungen an Effizienz und Klimaschutz empirisch getestet werden, v.a. der Quartiersansatz und der Nachweis nach Treibhausgasemissionen sowie die Anrechnung von PV-Strom und von Biomethan.

Die GdW-Information 160 zum GEG erläutert die Änderungen und die neuen planerischen Möglichkeiten bei Anwendung des neuen Gebäudeenergiegesetzes.

Neugierig geworden? Werfen Sie einen Blick in das Inhaltsverzeichnis!

Die GdW Information 160 steht ab sofort im GdW-Mitgliederbereich unter „Publikationen“ zum Download zur Verfügung.

Mitgliedsunternehmen des GdW erhalten bei ihrer Bestellung jeweils ein kostenfreies Exemplar.

Alle weiteren Besteller sowie Mehrexemplare für unsere Mitglieder können zu einem Preis von 15 EUR zuzüglich Versandkosten ausschließlich beim GdW bezogen werden:

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Postfach 301573
10749 Berlin

Telefon: +49 (0)30 82403-163
E-Mail: bestellung@gdw.de

Print Friendly, PDF & Email