{"id":2941,"date":"2022-12-14T09:34:32","date_gmt":"2022-12-14T08:34:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gdw-pruefungsverbaende.de\/?p=2941"},"modified":"2022-12-14T09:34:32","modified_gmt":"2022-12-14T08:34:32","slug":"kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz-co2kostaufg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gdw-pruefungsverbaende.de\/?p=2941","title":{"rendered":"Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz \u2013 CO2KostAufG"},"content":{"rendered":"<p>Am 10.11.2022 hat der Bundestag das CO2KostAufG beschlossen. Das Gesetz muss noch im Bundesgesetzblatt ver\u00f6ffentlicht werden. Die Vorschriften \u00fcber die Aufteilung der Kohlendioxidkosten sind auf Abrechnungszeitr\u00e4ume anzuwenden, die ab 01.01.2023 beginnen.<\/p>\n<p>Das Gesetz erf\u00fcllt zwei wesentliche Forderungen der Wohnungswirtschaft: es tritt erst 2023 in Kraft und greift nicht in laufende Abrechnungsperioden ein und es setzt das von der Wohnungswirtschaft vorgeschlagene Stufenmodell um. Der GdW hatte gemeinsam mit 5 weiteren immobilienwirtschaftlichen Verb\u00e4nden die Machbarkeit eines Stufenkonzeptes belegt, einen Gesetzesvorschlag erarbeitet und dies allen drei Ministerien im Januar zur Verf\u00fcgung gestellt. Es ist ein gro\u00dfer Erfolg, dass das Stufenmodell \u00fcberhaupt gelungen ist. In der Endfassung sind gegen\u00fcber den Entw\u00fcrfen \u00c4nderungen vorgenommen worden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Aufteilung der CO2-Kosten wurde auf alle Fernw\u00e4rme erweitert. Sie ist nun also unabh\u00e4ngig davon, ob die Brennstoffe f\u00fcr die Anlagen einen CO2-Preis nach europ\u00e4ischem Emissionshandel ETS oder nach nationalem Emissionshandel BEHG bezahlen. Dies erfolgte entgegen des Koalitionsvertrages und mit der Begr\u00fcndung von Gleichbehandlung, Konsistenz und gesellschaftlicher Akzeptanz (bei Mietern). In Gebieten mit Anschluss- und Benutzungszwang wird der Vermieteranteil halbiert. Die Aufteilung der ETS-Kosten gilt nicht f\u00fcr Geb\u00e4ude, die ab 01.01.2023 erstmals einen W\u00e4rmeanschluss erhalten (die BEHG-Kosten werden auch in diesen F\u00e4llen aufgeteilt).<\/li>\n<li>In der h\u00f6chsten Klasse mit 52 kg CO2 und mehr pro m\u00b2 Wohnfl\u00e4che wurde der Vermieteranteil von 90 % auf 95 % erh\u00f6ht<\/li>\n<li>Gestrichen wurde der Paragraph 10, nach dem Vermieter bei Einsatz biogener fester oder fl\u00fcssiger Brennstoffe eventuelle Mehrkosten gegen\u00fcber Erdgas \u00fcbernehmen sollten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach wie vor macht sich der CO2-Preis am tats\u00e4chlichen j\u00e4hrlichen Aussto\u00df fest, d. h. der Emissionsfaktor des Brennstoffes wird mit dem tats\u00e4chlich abgerechneten Energieverbrauch und dem CO2-Preis multipliziert.<br \/>\nDer anteilige Erstattungsanspruch f\u00fcr die CO2-Kosten bei Gasetagenheizung gegen\u00fcber dem Vermieter bleibt erhalten, die Frist zur Geltendmachung durch die Mieter wurde von 6 auf 12 Monate erh\u00f6ht. Auf den Erstattungsanspruch muss der Brennstoff- oder W\u00e4rmelieferant in der Rechnung hinweisen.<br \/>\nF\u00fcr vermietete Nichtwohngeb\u00e4ude verbleibt es bis 2025 bei der Aufteilung 50\/50.<\/p>\n<p>Hier finden Sie unser <a href=\"https:\/\/www.gdw-pruefungsverbaende.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/22_11_11_RS_Verteilung_CO2_Preis.pdf\">GdW Rundschreiben vom 11.11.2022<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10.11.2022 hat der Bundestag das CO2KostAufG beschlossen. 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